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Wohnen mit Holz
Bis 1960 wurden alle Fußböden und auch die tragenden Konstruktionen in der Geschossdecke
nur aus Holz gebaut. In vielen älteren Häusern sind die Decken noch sehr gut erhalten,
werden allerdings den modernen Anforderungen an den Schall- und Wärmeschutz nicht
immer gerecht. Allerdings lässt sich der Komfort auch nachträglich hervorragend einbauen.
Wenn ein Altbau den Eigentümer wechselt ist durch die Energieeinsparverordnung zwingend
die Dämmung der obersten Geschossdecke innerhalb von zwei Jahren nach der
Eigentumsübergabe vorgeschrieben. Möchte man daher die Holzbalkendecke sanieren, sollte
man alle Arbeiten sorgfältig planen und auch so ausführen. Hier ist es ratsam, einen
Holzhandwerker damit zu beauftragen, denn dieser geht mit dem notwendigen Feingefühl an
die Arbeit heran und kennt sämtliche Anforderungen an Schall-, Wärme- und Brandschutz. Es
gibt unzählige Konstruktionen, mit denen der Schall- und Wärmeschutz an die alten
Holzdecken angepasst werden können. Deutliche Verbesserungen erreicht man durch
massevergrößernde Materialien wie Beton- oder Lehmstein. Diese Materialien in
Kombination mit biegefesten Holzfaserplatten sorgen für eine druckbelastbare
Bodendämmung. Zudem geht von Holz immer ein sehr behagliches Wohngefühl aus, sodass
auch die Wände immer mehr mit Holz verkleidet werden. Da der Mensch mehr als 90 Prozent
seines Lebens in geschlossenen Räumen verbringt, hat er kaum die Gelegenheit, das
Raumklima positiv zu beeinflussen. Mit einem Wohnraum aus Holz kann ein gesundes
Raumklima jedoch auf natürliche Weise hergestellt werden, denn die Oberflächen von Holz
können sich ein wenig elektrostatisch aufladen und ziehen daher Staubpartikel stark an. Auch
im Winter helfen Holzprofile dabei, die Heizwärme im Haus zu halten und halten sie im
Sommer schön draußen. Des weiteren gleicht Holz die Luftfeuchte des Raumens aus, sodass
sich weniger Schimmel bilden kann.